„Warum haben das nicht alle Pick-ups?“ Neuer Ford Ranger bietet innovative und praktische Funktionen
Köln (ots)
- Das Designteam von Ford führte weltweit über 5.000 Interviews mit Pick-up-Nutzern, um die neue Ranger-Generation noch praktikabler gestalten zu können
- Zu den praxisrelevanten Funktionen zählen die Easy-Lift-Heckklappe, Ladeflächen- und 360-Grad-Umfeldbeleuchtung, gut erreichbare 12-Volt-Steckdosen (400 Watt) sowie ein auf Wunsch lieferbares elektrisches Laderaumrollo
- Neu konzipierte Laderaumfläche ermöglicht Transport von Gegenständen auf der Pritsche, die sonst eher in der Kabine hätten mitgeführt werden müssen
- Der neue Ranger legte in der Breite um 50 Millimeter zu, so dass nun auch eine Standard-Europalette zwischen die Radhäuser passt
- Eine Trittstufe auf jeder Seite der Karosserie, in den Stoßfänger hinter den Hinterrädern integriert, ermöglicht den mühelosen Zugang zur Pritsche. Die Trittstufen stellen sicher, dass man nicht mehr mit dem Fuß auf ein potenziell schlammiges oder rutschiges Hinterrad steigen muss, um die Ladefläche zu erreichen. Vorbei sind nun auch die Zeiten, als man sich mühsam durch die offene Heckklappe auf die Pritsche gehievt hat.
- Dank einer Beleuchtung in der Innenseite der Ladeflächenplanken ist im Dunkeln das Be- und Entladen der Pritsche zum Beispiel auf Baustellen oder das Auffinden der Campingausrüstung nun viel einfacher.
- Eine 360-Grad-Umfeldbeleuchtung kann sowohl mit dem Touchscreen des bordeigenen Infotainment-Systems als auch mit dem Smartphone über die FordPass-App1 gesteuert werden. Eine Kombination aus Scheinwerfer-, Umfeld-, Nummernschild- und Ladeflächenbeleuchtung kann so gesteuert werden, dass der Bereich rund um das Fahrzeug entweder komplett (360 Grad) oder nur teilweise ausgeleuchtet wird – ganz nach Bedarf.
- Die Easy-Lift Heckklappe, die mit einer Hand angehoben und abgesenkt werden kann, dient gleichzeitig als mobile Werkbank. Sie hat ein integriertes Messlineal und Klemmvorrichtungen für das Fixieren, Ausmessen und Zuschneiden von Materialien.
- Dank der 12 Volt-Steckdosen lassen sich eine Reihe von externen Geräten mit Strom versorgen. Die Kapazität von 400 Watt ermöglicht zum Beispiel das Betreiben einer elektrischen Kühlbox, eines kleinen Ofens, eines Smartphones oder eines Laptops.
- Das Be- und Entladen des Ford Ranger war noch nie so einfach. Ein neues Laderaum-Management-System mit speziellen Trenn-Elementen bietet auch Gegenständen unterschiedlicher Größe sicheren Halt – etwa Werkzeugkästen oder Holzblöcken. Die Ladefläche (Laderaumvolumen: über 1.200 Liter) bietet zudem sechs robuste Zurrpunkte. An Schienen entlang der Ladeflächenseiten lassen sich mittels starker Federklammern auch kleinere Dinge befestigen, die sonst in die Kabine hätten genommen werden müssen. Verbessert wurde auch das Profil der Laderaumfläche, die sich jetzt noch einfacher reinigen lässt.
- Weil der neue Ranger im Vergleich zur Vorgänger-Generation in der Breite um 50 Millimeter zulegte, passt jetzt auch eine Standard-Europalette zwischen die Radhäuser (Breite bis zu 1.224 Millimeter), während die Ladefläche je nach Kabine (Einzel-, Extra-, Doppelkabine) zwischen 1.638 und 2.305 Millimeter lang ist.
- Stahlrohrschienen dienen als Anker für weitere Befestigungspunkte, die das Sichern der Ladung erleichtern. Entlang der Seitenplanken und der Heckklappe decken ebenso haltbare wie flexible Kappen die Befestigungspunkte für Abdeckplanen und anderes Zubehör ab. Modelle der Ausstattungsversion „Wildtrak“ sind mit Aluminiumprofilen ausgerüstet, die gleichzeitig als Zurrschienen dienen und die gesamte Länge der Ladefläche durchlaufen.
- Strapazierfähiger Kunststoff schützt die Laderaumwände und die Oberkante der Heckklappe vor Beschädigungen. So lassen sich auch sperrige Gegenstände transportieren, ohne befürchten zu müssen, dass dabei der Fahrzeuglack verkratzt wird.
- Die serienmäßige Dachreling ermöglicht die einfache Montage von Dachzubehör einschließlich eines Dachgepäckträgers. Die maximale Dachlast des neuen Ford Ranger beträgt bis zu 350 Kilogramm statisch (wenn das Fahrzeug steht) beziehungsweise 85 Kilogramm dynamisch (im Fahrbetrieb).
- Das für den neuen Ranger „Wildtrak“ auf Wunsch lieferbare elektrische Laderaumrollo kann ganz einfach über den Fahrzeugschlüssel, einen Knopf auf dem Armaturenträger (Fahrerseite) oder über einen Knopf im Ladebereich geöffnet und geschlossen werden. Die sogenannte Anti-Quetsch-Funktion stoppt das elektrische Laderaumrollo bei einer leichten Berührung mit einem Hindernis. Der Frostmodus überschreibt die Anti-Quetsch-Funktion bei Bedarf, damit sich das eventuell eingefrorene Laderaumrollo von Eis befreien kann.
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M-Sport Ford und Sébastien Loeb gewinnen sensationell die Rallye Monte Carlo mit dem neuen Puma Hybrid Rally1
Köln (ots) Neunfacher Weltmeister sichert sich am Steuer des nagelneuen, bis zu 368 kW (500 PS) starken Turbo-Hybrid-Allradlers den achten „Monte“-Sieg seiner Karriere Craig Breen/Paul Nagle komplettieren den Podiums-Doppelerfolg als Dritte und stellen die Weichen für einen perfekten Start in die neue Rallye-WM-Saison Gus Greensmith/Jonas Andersson sorgen für die Überraschung des Wochenendes und freuen sich über die erste WP-Bestzeit auf WM-Ebene ihrer Karriere des Briten
Entscheidung auf den letzten Metern: Der neu entwickelte M-Sport Ford Puma Hybrid Rally1 hat bei seinem Debüt den Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen, die berühmte Rallye Monte Carlo. Rekordchampion Sébastien Loeb aus Frankreich und seine neue Copilotin Isabelle Galmiche überquerten nach 17 Wertungsprüfungen (WP) über fast 300 Kilometer Länge die Zielrampe im Hafen von Monaco als Erstplatzierte. Die Iren Craig Breen und Paul Nagle komplettierten den Erfolg des bis zu 368 kW (500 PS) starken Rallye-Fahrzeugs mit modernem Hybridantrieb als Dritte. Gus Greensmith/Jonas Andersson rundeten den starken Auftritt von M-Sport Ford nach einer bravourösen Vorstellung auf Rang fünf ab. Das Team startet damit als Tabellenführer in der Herstellerwertung in die neue Saison. Für den neunfachen Rallye-Weltmeister Loeb war es der achte Sieg bei der „Monte“.
Dass dem Team von M-Sport-Besitzer Malcolm Wilson und Teamchef Richard Millener mit dem neuen Ford Puma Hybrid Rally1 ein eindrucksvoller Wurf gelungen ist, zeigen viele Eckdaten der Rallye Monte Carlo – so etwa die sieben WP-Bestzeiten, die dem allradgetriebenen Wettbewerbsfahrzeug im Laufe der Veranstaltung gelungen sind. Sechs davon gehen auf das Konto des überragenden Loeb, der bei seinem Debüt am Steuer eines Rallye-Autos von Ford klar aufgezeigt hat, dass auch im Alter von 47 Jahren noch mit ihm zu rechnen ist. Der Franzose hat damit den 80. WM-Lauf seiner eindrucksvollen Karriere gewonnen. Vor allem auf der Freitagsetappe ließ der Elsässer mit einer Serie von Bestzeiten an seinem Speed keinen Zweifel aufkommen. Erst eine etwas zu vorsichtige Herangehensweise auf den WP 11 und 13, die von Saint Geniez nach Thoard führten, brachten Loebs französischen Dauerrivalen Sébastien Ogier zurück an die Spitze. Die 20,79 Kilometer dieser Prüfung begannen und endeten mit trockenem Asphalt bei frühlingshafter Witterung. Der Bergpass dazwischen sorgte mit Eis und Schnee für besonderes Spektakel und eine knifflige Reifenwahl.
Ihre dramatische Zuspitzung fand die Rallye dann am Sonntagmorgen. Loeb startete mit einer weiteren Bestzeit in den Tag, doch Ogier konterte auf der nächsten Prüfung. Sein Vorsprung: 24,6 Sekunden. Dann traf den amtierenden Titelverteidiger das Pech: Er beschädigt einen Vorderreifen und büßte wertvolle Zeit ein – die Steilvorlage für seinen Kontrahenten, der mit einem Vorsprung von 9,5 Sekunden in die finale Prüfung des Tages startete. Auch dort ließ Loeb mit all seiner Routine nichts mehr anbrennen und machte den Erfolg für M-Sport Ford komplett.
Nicht minder eindrucksvoll verlief das Debüt von Craig Breen am Steuer des Ford Puma Hybrid Rally1. Der Ire lieferte eine fehlerfreie Vorstellung hab und zählte mit Topzeiten durchgehend zu den Schnellsten. Platz drei in der Endwertung ist für Breen, der erstmals eine komplette WM-Saison bestreiten wird, ein perfekter Start ins Jahr: Sowohl Loeb als auch Ogier haben angekündigt, dass sie nur vereinzelte WM-Rallyes fahren werden.
Als Überraschung des Wochenendes darf Gus Greensmith gelten: Der 25-jährige Brite war zeitweise der schnellste unter den Puma Hybrid Rally1-Fahrern. Am Freitag gelang ihm dabei ein Meilenstein seiner noch jungen Karriere: Er setzte auf der WP 7 die erste WP-Bestzeit auf WM-Niveau. Erst ein Reifenschaden und technische Probleme warfen ihn am Samstag aus dem Kampf um eine Spitzenplatzierung. Dennoch arbeitete sich Greensmith wieder bis auf den fünften Rang vor. Für Adrien Fourmaux im vierten Ford der Rally1-Kategorie endete die Rallye Monte Carlo vorzeitig: Er touchierte auf der WP 3 eine Böschung und rutschte mit seinem Auto einen Hang hinab. Fahrer und Beifahrer entstiegen dem schwer beschädigten Wagen unverletzt.
„Dass ich unglaublich happy bin, ist offensichtlich“, beschreibt M-Sport-Teamchef Richard Millener seine Gemütslage. „Wir haben unheimlich hohen Aufwand betrieben, um pünktlich zur Rallye Monte Carlo den neuen Ford Puma Hybrid Rally1 an den Start zu bekommen. Dieses Traumergebnis ist eine fantastische Belohnung für das Team und die Fahrer, das muss jetzt erst einmal in Ruhe sacken. Aber wir werden es auf jeden Fall genießen. Danke an alle Beteiligten – bei Ford, bei M-Sport, den Fahrern und auch bei unseren Partnern. Ohne sie wäre dies niemals möglich gewesen.“
Sébastien Loeb / Isabelle Galmiche (Ford Fiesta WRC, Startnummer 42); Platz: 1; WM-Rang: 1.
„Ein solches Ergebnis hätte ich nie erwartet, entsprechend glücklich bin ich damit“, kommentiert der Gesamtsieger seinen Sensationserfolg im Ford Puma Hybrid Rally1 gewohnt bescheiden. „Wir kamen ohne klare Erwartungen hierher, ich habe nur darauf gehofft, einen guten Rhythmus zu finden und mit den Jungs an der Spitze kämpfen zu können. Am Ende kam mehr heraus als erhofft. Unser Fight mit Sébastian Ogier legte den Grundstein für den Sieg – aber diese Rallye dann tatsächlich zu gewinnen, fühlt sich unglaublich an. Mein letzter Titel liegt zehn Jahre zurück, allzu viele Rallyes bin ich seitdem nicht gefahren. Es ist toll, dass ich trotzdem auf diesem Niveau mithalten kann. Ich bin wirklich stolz darauf, was wir erreicht haben. Hinzu kommt: Meine Copilotin Isabelle Galmiche hat die gesamte Rallye über eine sehr gute Vorstellung gezeigt. Schon beim ersten Test fühlte sich das Auto gut an. Das hatte mich zuversichtlich gestimmt, dennoch war ich mir unsicher, auf welchem Niveau wir uns bewegen würden. Jetzt wissen wir, dass wir um die Spitze mitfahren können. Mein Dank gilt dem gesamten Team. Sie haben großartige Arbeit geleistet und mir stets ein perfektes Auto hingestellt.“
Craig Breen / Paul Nagle (Ford Fiesta WRC, Startnummer 42); Platz 3; WM-Rang: 4
„Mit dem Verlauf dieses Wochenendes können wir nur glücklich sein – vom reinen Tempo her war es vielleicht nicht unsere stärkste Rallye, aber wir kamen mir jeder Wertungsprüfung besser mit dem Auto zurecht“, zeigte sich Breen mit seinem Podiumsrang beim Wettbewerbs-Debüt des Puma Hybrid Rally1 höchst zufrieden. „Am Sonntag hatten wir uns dann richtig auf den Puma Hybrid Rally1 eingeschossen und konnten uns einen Platz auf dem Podest sichern. Das Team hat zwei Autos auf das Podium gebracht. Nach diesem großartigen Auftakt freuen wir uns umso mehr auf die Rallye Schweden.“
Gus Greensmith / Jonas Andersson (Ford Fiesta WRC, Startnummer 44); Platz 5; WM-Rang: 6
„Wir sind glücklich mit unserem Resultat, das Team hat die Plätze eins, drei und fünf erreicht – also ein ziemlich perfekter Start ins Jahr“, bewertet Gus Greensmith, der den Teamerfolg vom M-Sport Ford als Fünfter abgerundet hat, den Saisonauftakt. „Auch wir hätten um Podestplätze kämpfen können, das nehmen wir als ermutigendes Zeichen mit in die Saison. Die erste WP-Bestzeit meiner WM-Karriere bleibt natürlich als unser persönliches Highlight in Erinnerung. Das Auto fühlte sich brillant an. Ich freue mich für alle im Team, dass wir ihre harte Arbeit so schön belohnen konnten. Also lasst uns so weitermachen!“
Adrien Fourmaux / Alexandre Coria (Ford Fiesta WRC, Startnummer 16); Ausfall
„Wir sind enttäuscht, denn wir wollten dem Team nach der immensen Arbeit über die Weihnachtszeit etwas zurückgeben“, bilanzierte Adrien Fourmaux nach seinem unfallbedingten Ausfall. „Ein kleiner Fehler hat leider große Folgen nach sich gezogen. Ich werde alles geben, um das wieder auszubügeln und möchte mir so einen Fehler möglichst nie wieder leisten. Das Auto fühlte sich sagenhaft an, ich konnte es gut spüren, Das Team hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Mit ihren Spitzenplätzen haben Séb, Craig und Gus die viele Arbeit der vergangenen zwei Jahre belohnt.“
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Die Ford-Werke GmbH ist ein deutscher Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Köln, Saarlouis und Aachen rund 19.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit der Gründung im Jahr 1925 haben die Ford-Werke mehr als 47 Millionen Fahrzeuge produziert. Weitere Presse-Informationen finden Sie unter http://www.media.ford.com.
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Ohne Notbremsassistent geht nichts mehr ADAC wertet 42 aktuelle Euro-NCAP-Tests aus
München (ots) Notbremsassistenten sind in modernen Fahrzeugen ein Muss – sie können Unfälle vermeiden oder zumindest abmildern und Leben retten. Doch wie gut reagieren die Notbremssysteme unterschiedlicher Fahrzeuge? Der ADAC hat Ergebnisse der Euro-NCAP-Tests von insgesamt 42 Autos aus den Jahren 2020 und 2021 gesondert ausgewertet.
Für das ADAC Ranking der Notbremssysteme wurden folgende Kategorien überprüft und gewichtet:
Notbremsfunktion Fahrzeug zu Fahrzeug (Car to Car): 40 %
Notbremsfunktion auf Fußgänger bei Tag und bei Nacht: 30 %
Notbremsfunktion auf Radfahrer: 30 %
Mittlerweile wird von Euro NCAP vorausgesetzt, dass ein Fahrzeug grundsätzlich mit einem City-Notbremsassistenten ausgestattet ist, um Auffahrunfälle zu verhindern. Da diese Technik ausgereift ist, erfolgt hier keine gesonderte Bewertung. Aber es gibt Punktabzug im Insassenschutz, falls er nicht an Bord ist.
Das Ergebnis zeigt, dass die Topplatzierten bereits jetzt serienmäßig maximalen Schutz bieten. Gute Sicherheitsassistenten sind nicht nur in hochpreisigen Fahrzeugen, sondern auch in Kleinwagen und Autos der unteren Mittelklasse möglich. Auf Platz eins landet der BMW iX, dicht gefolgt vom Nissan Qashqai, Subaru Outback und Mercedes EQ-EQS. Auf Platz fünf schafft es ein Kleinwagen: der Honda Jazz.
Euro NCAP hat seit 2020 die Prüfkriterien verschärft. Seitdem müssen beispielsweise auch im Abbiegeprozess Fußgänger erkannt und eine Notbremsung eingeleitet werden. Auch muss das System auf Radfahrer reagieren, die durch zwei Fahrzeuge verdeckt plötzlich die Fahrbahn queren, und es muss beim Linksabbiegen die Kollisionsgefahr mit dem Gegenverkehr absichern können. Außerdem wird bewertet, ob bei einer Rückwärtsfahrt Personen erkannt werden, die sich hinter dem Fahrzeug befinden oder sich von der Seite dem Fahrzeugheck nähern. Punkte gibt es dann, wenn das Fahrzeug stoppt.
Euro NCAP ist ein Verbraucherschutzprogramm zur Erhöhung der Fahrzeugsicherheit. Der ADAC beteiligt sich im Rahmen der Unfallforschung maßgeblich an der Entwicklung neuer Tests, sowohl für aktive Sicherheit (Sicherheitsassistenten), wie auch passive Sicherheit (Fahrzeugcrash).
Die Auswertung der unterschiedlichen Notbremssysteme zeigt, dass Sicherheit keine Frage der Kosten sein sollte. Die Hersteller sind gefordert, maximalen Insassenschutz und modernste Sicherheitsassistenten serienmäßig zu verbauen.
Weitere Informationen zur Sonderauswertung der Notbremsassistenten aus 2020 und 2021 finden Sie unter adac.de
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Bundesgerichtshof im Abgasskandal wieder auf der Seite geschädigter Verbraucher
Mönchengladbach (ots) Vor dem Bundesgerichtshof war ein Audi A6 Avant 3.0 TDI S-Tronic quattro mit der Abgasnorm Euro 5 streitgegenständlich. Der BGH stellt heraus, dass die Substantiierungsanforderungen an den Kläger nicht überspannt werden dürfen und wann einem Beweisangebot des Klägers nachzugehen ist.
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Beschluss vom 25.11.2021 (Az.: III ZR 202/20) ein zweitinstanzliches Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Urteil vom 31.07.2020, Az.: 10 U 163/19) im Dieselabgasskandal der Audi AG aufgehoben und an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Streitgegenständlich war ein im April 2012 erstzugelassener Audi A6 Avant 3.0 TDI S-Tronic quattro mit einem Motor des Typs EA896 und der Abgasnorm Euro 5. Diesen hatte der Kläger am 6. November 2015 von einem Autohaus zum Preis von 36.500 Euro und einer Laufleistung von 78.371 Kilometern erworben. Bis zum 23. Juli 2020 legte er mit dem Fahrzeug 48.674 Kilometer zurück.
In dem Fahrzeug ist ein von der Beklagten entwickelter und hergestellter Sechszylinder-Dieselmotor verbaut, wobei zwischen den Parteien streitig ist, ob es sich um einen Motor des Typs EA896 Generation 2 oder EA897 handelt. Unstreitig ist, dass das Fahrzeug werkseitig mit einer temperaturabhängigen Steuerung des Emissionskontrollsystems ausgestattet ist, dem sogenannten Thermofenster. Bei geringeren Außentemperaturen wird die Abgasreinigung der Motorsteuerung zurückgefahren.
„Der Kläger hat geltend gemacht, das Thermofenster stelle eine unzulässige Abschalteinrichtung dar. Das Fahrzeug verfüge über eine weitere Abschalteinrichtung, die neben der Außentemperatur verschiedene Parameter ermittle, um die Funktion des Emissionskontrollsystems zu beeinflussen. Dadurch werde bewirkt, dass die für den Fahrzeugtyp geltenden Abgasgrenzwerte ausschließlich unter den Testbedingungen für die EG-Typgenehmigung eingehalten würden“, sagt der Mönchengladbacher Rechtsanwalt Dr. Gerrit W. Hartung von der Dr. Hartung Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (www.hartung-rechtsanwaelte.de). Die Kanzlei befasst sich ausschließlich mit Anleger- und Verbraucherschutzthemen und hat sich auf die Beratung von Betroffenen des Abgasskandals spezialisiert. Dr. Gerrit W. Hartung gilt als „Dieselanwalt“ der ersten Stunde.
Die Klage wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB hatten Landgericht und Oberlandesgericht abgewiesen, das OLG hatte auch die Revision nicht zugelassen. Dagegen hatte sich der Kläger mit der Nichtzulassungsbeschwerde gewendet – und bekam recht. Das Oberlandesgericht hatte unter anderem für die Audi AG entschieden, weil diese hinsichtlich der Implementierung eines Thermofensters substantiiert dargelegt habe, dass dieses nicht der Manipulation oder der Erschleichung der EG-Typgenehmigung, sondern der Optimierung der Abgasrückführungsrate sowohl im Prüfbetrieb als auch im realen Fahrbetrieb diene. Angesichts dieser Einlassung fehle es an einer ausreichenden Darlegung durch den Kläger.
„Das hat der Bundesgerichtshof nicht gelten lassen. Das Oberlandesgericht habe die Anforderungen an die Substantiierungspflicht des Klägers rechtsfehlerhaft überspannt, soweit dieser die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung in Gestalt einer Prüfstanderkennungs-Software behauptet habe, und infolgedessen verfahrensfehlerhaft den insoweit angetretenen Sachverständigenbeweis nicht erhoben. Darüber hinaus habe es die Beweisangebote des Klägers zu seiner Behauptung, in dem streitgegenständlichen Fahrzeug sei ein Motor des Typs EA897 verbaut, übergangen“, erklärt Dr. Gerrit W. Hartung.
Das Urteil kläre, dass die Substantiierungsanforderungen an den Kläger nicht überspannt werden dürften und wann einem Beweisangebot des Klägers nachzugehen sei. Dr. Hartung: „Für geschädigte Verbraucher ist das sehr hilfreich. Ihre Vorträge können nicht einfach als unsubstantiiert zurückgewiesen werden.“ Dies schließt grundsätzlich an der vielbeachteten Entscheidung des Bundesgerichtshofs (28.01.2020) an, die Anwalt Dr. Gerrit W. Hartung mit einem kooperierenden BGH-Anwalt erstritten hat. „Danach können Schadensersatzansprüche im Abgasskandal gegen die Daimler AG von einem Gericht nicht einfach als Behauptungen ‚ins Blaue hinein‘ abgewiesen werden. Im umgekehrten Falle könne auch die Daimler AG nicht einfach das Vorliegen ohne jede weitere Erklärung bestreiten“, betont der Rechtsanwalt. Unterm Strich sei der aktuelle Beschluss eine Fortentwicklung der damaligen Entscheidung.
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Dr. Gerrit W. Hartung
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E-Mail: kanzlei@hartung-rechtsanwaelte.de
Internet: www.hartung-rechtsanwaelte.de
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